Energieberatung agriPEIK

Durchschnittlich benötigt ein Schweizer Landwirtschaftsbetrieb 20'000 kWh Strom, 4’000l Diesel und unterschiedlichste fossile Heizstoffe pro Jahr. Im Kanton Luzern ist der Energieverbrauch aufgrund der hohen Tierintensität höher. Auf vielen Betrieben besteht die Möglichkeit Energie einzusparen und die Energiekosten um rund 10-20% zu reduzieren. Durch die agriPEIK-Beratung erhalten Sie einen detaillierten Bericht zu Ihren Energieverbrauchern und möglichen Massnahmen, wie der Energieverbrauch reduziert werden kann. Auch die Option, erneuerbare Energien zu produzieren, kann betrachtet werden. 

 

Wir bieten die agriPEIK-Energieberatung ab dem 01.01.2023 an!

Der Ablauf der zweistufigen Beratung

Stufe 1:

1. Potentialcheck ausfüllen und abschicken (ca. 15-20 Minuten)  

2. Vorbericht wird von einem Energieberater erstellt und Ihnen zugesendet (kostenlos)

Stufe 2: 

3. Sie können eine Offerte für eine Energieberatung einfordern

4. Energieberater kommt für 1 bis 2 Stunden auf den Betrieb und analysiert zusammen mit dem/r Betriebsleiter/in die Situation vor Ort

5. Der Energieberater erstellt im Nachgang einen umfassenden Beratungsbericht

6. Der Bericht durchläuft eine Qualitätsprüfung von der PEIK-Geschäftsstelle

7. Sie erhalten den Bericht über die Energiesituation ihres Betriebes und können die vorgeschlagenen Massnahmen umsetzen. Der Bericht wird vom Energieberater per Telefon erklärt.

Zeitspanne

Nach dem Ausfüllen des Potentialchecks erhalten Sie innerhalb der nächsten 2 Wochen den Vorbericht. Wenn ein grosses Stromsparpotential vorhanden ist, können Sie beim Energieberater eine Offerte anfordern, welche rasch zugestellt wird.

Bei einer Zusage wird ein Termin abgemacht und die Beratung durchgeführt. Das Definieren der Massnahmen und das Durchlaufen der Qualitätskontrolle kann bis max. 2 Monate in Anspruch nehmen.

Tarife

Die Kosten werden anhand der Betriebsgrösse abgeschätzt und pauschal definiert. Das Beispiel wurde mit einem Durchschnittsbetrieb gerechnet.

 

Kosten:

Fördergelder EnergieSchweiz:     

Fördergelder Kanton Luzern:

ca. CHF 1'500.- 

ca. CHF 750.- (50%)

ca. CHF 525.- (35%)

 

Total zu bezahlende Kosten:

 

ca. CHF 225.- 

 

Die Förderbeiträge von EnergieSchweiz betragen 50% der Kosten, maximal CHF 750.
Die Förderbeiträge vom Kanton Luzern betragen 35% der Kosten, maximal CHF 525.

Allgemeine Informationen

Sofortmassnahmen Stromsparen

Zum Strom sparen muss keine Energieberatung abgewartet werden. Beginnen Sie gleich heute mit einfachen Massnahmen.

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Fördergelder

Eine Auflistung von verschienenen Förderprogramme finden Sie im Bereich Intressensvertretung - Energie.

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Strommangellage und Landwirtschaft

Quelle: Schweizer Bauernverband   

 

Ausgangslage

Die Wahrscheinlichkeit einer Strommangellage hat sich in letzter Zeit aufgrund verschiedener Faktoren deutlich erhöht. Auch werden die Landwirtschaftsbetriebe immer abhängiger von der Elektrizität. Aufgrund der drohenden Mangellage sieht der Bund ein vierstufiges Vorgehen an Massnahmen vor. Die Landwirtschaft ist dabei wiefolgt betroffen:

  • Sparapelle => freiwillige Massnahmen umsetzen, wie die restliche Bevölkerung
  • Verbrauchseinschränkungen => Verbot von nicht notwendigen und energieintensiven Anlagen, betrifft Landwirtschaftsbetriebe nicht
  • Kontigentierung => Grossbetriebe über 100'000 kWh/ Jahr, nur wenige Betriebe sind betroffen. Eine indirekte Betroffenheit kann auftreten z.B. durch Milchverarbeiter.
  • Rotierende Netzabschaltung 4h/8h oder 4h/4h => keine Ausnahmen, technisch möglich, alle sind betroffen

 

Stromeffizienzmassnahmen umsetzten und es als Investition sehen

Effizienzmassnahmen helfen nicht nur die Stromkosten zu senken, sondern tragen auch dazu bei, das Risiko einer Stromknappheit zu minimieren. 

Dies sind die wichtigsten Stromeffizienzmassnahmen:

Wärme

  • Wärmepumpeboiler
  • Notheizung
  • Ferklenester
  • Heizsystem Tränke

Kälte

  • Vorkühlen der Milch
  • Wärmerückgewinner

Belüftung

  • Optimierung der Belüftung
  • Ersatz der Ventilatoren

Prozesse

  • Optimierung Druckluft
  • Ersatz der Beleuchtung
  • Umwälzpumpen

 

Notstromtechnologien: was gibt es für Lösungen?

Sollte es zu einer (un)geplanten Netzabschaltung kommen, sollte jeder Landwirt wissen, wie damit umzugehen ist. Dadurch empfiehlt es sich, das Thema und die Möglichkeiten mit Ihrem Elektrofachmann vor Ort zu besprechen. Für die Notstromversorgung gibt es verschiedene Technologien, die je nach Bedarf unterschiedlich geeignet sind. Eine eigene Stromproduktion (PV oder Biogasanlage) ist jedoch nur bedingt eine Option.

  • Mobile Notstromaggregate, häufig mit Zapfwellenantrieb möglich. Begrenzt durch die Leistung des Traktors (30kW Aggregat braucht 70kW/100PS Trakor). 
  • Stationäre Notstromaggregate, fossil betrieben. Für mittlere bis hohe Leistung, lassen sich ferngesteuert starten.
  • Photovoltaik mit Batterie (Inselbetrieb). Braucht aufgrund der Spannung und Frequenz eine Batterie.

 

Gezielt agieren, um Risiken zu minimieren

Der Produktionsfaktor des Betriebs sowie das Ausmass eines Produktionsstopps im Falle eines Stromausfalls sind entscheidend für das Risiko. Eine Verminderung lässt sich mit folgenden Punkten erreichen:

  • Energetische Bestandesaufnahme des Betriebes
  • Stromeffizienzmassnahmen
  • Arbeitsorganisation, kritische Aufgaben
  • Installation eines Notstromaggregates
  • Lagerung von Reservetreibstoff

 

Weitere Informationen:

www.sbv-usp.ch/fileadmin/sbvuspch/05_Themen/220921_Strommangellage_Landwirtschaft_D.pdf

Energieverbrauch reduzieren in der Innenwirtschaft

Quelle: Strickhof Lindau

 

Beleuchtung mit LED

Sobald eine Lampe länger als 4h täglich brennt, ist es sinnvoll eine FL-Röhre sofort mit einer LED-Röhre zu ersetzen. Bei einer kürzeren Brenndauer sollte lediglich die Defekten Röhren durch LED-Röhren ersetzt werden. Hierbei können Sie den bestehenden Starter und die Röhre mit dem neuen LED-Starter und der LED-Röhre austauschen. Die bestehenden Stromkabel und die Fassung können verwendet werden.

 

PV-Anlagen für den Eigenverbrauch

Eine 134m2 grosse Photovoltaikanlage (ca. 27 kWp) produziert jährlich etwa so viel Strom, wie ein durchschnittlicher Landwirtschaftsbetrieb in der Schweiz benötigt. Damit die Energie gespeichert werden kann, wird eine Photovoltaik-Speicher benötigt. Das sind Lithiumbatterien oder Bleibatterien, wovon letztere öfters verwendet werden.

Durch diverse Massnahmen kann der Eigenverbrauch auch ohne einen Batteriespeicher erhöht werden. Solche Massnahmen sind oft kostengünstiger und sehr einfach umsetzbar.

 

Warmwasser

Isolieren Sie die Warmwasserleitungen, um den Wärmeverlust gering zu halten. Bei der Kaltwasserzuleitung des Boilers sollte es einen Siphon haben, damit das Warmwasser nicht zurück in die Kaltwasserzuleitung läuft. Stellen Sie den Boiler nur so warm ein, wie wirklich nötig und entkalken Sie den Boiler regelmässig. Ein Zentimeter Kalk sorgt für bis zu 50% mehr Energieverbrauch.

 

Strom statt Diesel

Elektromotoren sind sehr effizient und kostensparend. So liegen die Energiekosten rund 50% tiefer als beim Diesel. Deshalb empfiehlt sich, alle stationären Arbeiten mit einem Elektromotor anstatt eines Verbrennungsmotors auszuführen.

 

Weitere Informationen:

https://www.strickhof.ch/publikationen/energie-sparen-auf-dem-landwirtschaftsbetrieb/

Energieverbrauch reduzieren in der Aussenwirtschaft

Quelle: Strickhof Lindau

 

Organisatorische Ansätze

Das Motto «weniger ist mehr» lässt sich auch in Fragen Energieverbrauch umsetzen. Durch das Einsparen dürfen aber weder die anderen Aufwände steigen noch die Erträge sinken. Deshalb gilt folgendes zu beachten:

  • Bodenbearbeitungszeitpunkt an Witterungsbedingungen anpassen
  • Leerfahrten vermeiden
  • Geeignete Bodenbearbeitungsgeräte auswählen
  • Pflanzenschutzmassnahmen und Düngergaben optimieren
  • Zusammenarbeit fördern

 

Technische Ansätze

Korrekten Motor wählen

Generell ist ein Motor mit weniger Zylinder sparsamer. Eine Ausnahme besteht aber bei anhaltenden, schweren Zugarbeiten. 

Korrekte Drehzahl wählen und Sparzapfwelle verwenden

Ist der Traktor schon mit einer Eco- oder Sparzapfwelle ausgestattet, lohnt es sich immer, diese zu brauchen. Dadurch läuft der Motor in einem Drehzahlbereich mit einem deutlich tieferen spezifischen und absoluten Verbrauch. Um die bestmögliche Drehzahl einzustellen, sollte der Fahrer über die Eigenschaft des Motors bescheid wissen.

Reifenfülldruck anpassen

Wird der korrekte Reifendruck gewählt, bringt dies erhebliche Einsparungen in den Bereichen Energie und Verschleiss mit sich. Es ist aber eine Herausforderung dies ständig anzupassen. Abhilfe bringt da die Reifendruckregelanlage. Mit weniger Reifenverschleiss und tieferen Verbräuchen dürfte sich eine solche Anlage über die Jahre bei grösseren Traktoren bezahlt machen.

 

Wartung

Die Wartung der Maschinen darf nicht vernachlässigt werden. Es gibt verschiedenste Fehlerquellen, die zu erhöhtem Verbrauch oder tiefer Leistung führen. Hier eine Auflistung möglicher Fehlerquellen:

  • Verschmutzte Luftfilter
  • Zu hohe Einspritzmengen
  • Falsches Ventilspiel
  • Defekte Einspritzdüse und Einspritzpumpe
  • Alte Öle

 

Bodenbearbeitung

Bei der Bodenbearbeitung müssen die Verfahren und der Einsatzzeitpunkt optimal auf die Kulturen abgestimmt sein. Dies sind die wichtigsten Regeln.

  • Unnötige Arbeitsgänge vermeiden
  • Nicht tiefer arbeiten, als es der Boden und die Kultur erfordert
  • Bodenleben fördern = biologische Bodenlockerung
  • Optimaler Bearbeitungszeitpunkt minimiert das Verdichtungsrisiko sowie die Anzahl Überfahrten
  • Arbeitsgeräte, wie zum Beispiel den Pflug, korrekt einstellen (optimale Arbeitstiefe)

 

Grünlandarbeiten

Auf gemischten Betrieben wird ein beachtenswerter Teil des Treibstoffes auf dem Grünland verbraucht. Hier einige Einspartipps:

  • Pflegen statt Neuansaaten
  • Organische Dünger gezielt einsetzen
  • Messer und Klingen müssen scharf sein
  • Messeranzahl anpassen
  • Beim Mähen dank Aufbereiter auf eine Kreiselheuerdurchfahrt verzichten

 

Weitere Informationen:

https://www.strickhof.ch/publikationen/energie-sparen-auf-dem-landwirtschaftsbetrieb/

Die 7 Schritte zur Solaranlage

Quelle: Energieschweiz

 

1. Ermitteln Sie das Solarpotenzial Ihres Daches und Ihrer Fassade

2. Schätzen Sie Ihren Eigenverbrauchsanteil und steigern Sie den Nutzen Ihrer Solaranlage

3. Prüfen Sie die Rentabilität Ihrer zukünftigen Solaranlage mit dem Solarrechner

4. Holen Sie drei Offerten und wählen Sie mit Hilfe der EnergieSchweiz-Experten das geeignetste Angebot

5. Informieren Sie die Behörden: Solaranlagen müssen vor Baubeginn gemeldet werden

6. Nehmen Sie Fördergelder in Anspruch

7. Setzten Sie die Anlage in Betrieb und sichern Sie den Langfristigen Betrieb

 

Weitere Informationen:

www.energieschweiz.ch/gebaeude/solaranlagen/

Nützliche Links

Photovoltaik (PV), Solarwärme und Solarthermie

Allgemeines

 

 

Eigenverbrauch und Speicherung PV-Strom

 

 

Technische Kombinationen

 

 

Verschiedene Themen

 

 

Ihr Kontakt

Raphael Heini

Energieberater

Fon 041 925 89 21
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