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Versuchsstation Nährstoffflüsse - Ergebnisse aus der Grundbilanzierung

Die Versuchsstation Stoffflüsse Luzern (VSLU) hat die erste Projektphase abgeschlossen. Auf 26 Milchvieh- und Schweinebetrieben wurden Nährstoffflüsse detailliert erfasst und ausgewertet. Die Ergebnisse liefern wichtige Erkenntnisse zur Nährstoffeffizienz in der Luzerner Landwirtschaft und bilden die Grundlage für die nächsten Projektschritte.
22.06.2026

Im ersten grossen Teilprojekt der Versuchsstation Stoffflüsse Luzern (VSLU) stand die Erhebung und Auswertung von Nährstoffflüssen auf landwirtschaftlichen Betrieben im Zentrum. Auf insgesamt 26 Milchvieh- und Schweinebetrieben im Kanton Luzern wurden sämtliche Nährstoffzuflüsse und Nährstoffabflüsse erfasst, gemessen und bilanziert. Ziel war es, mögliche Nährstoffverluste zu identifizieren und eine fundierte Datengrundlage für weitere Optimierungsmassnahmen zu schaffen.

Die Auswertungen zeigen, dass die gemessenen Nährstoffgehalte weitgehend mit den bestehenden Referenzwerten übereinstimmen. Damit bestätigen die erhobenen Daten die bisher verwendeten Grundlagen und liefern gleichzeitig wertvolle Erkenntnisse für die Praxis.

Ein Fütterungsversuch auf einem Schweinemastbetrieb zeigte zudem deutlich, dass durch gezielte Anpassungen der Futtermittelrezeptur die Stickstoffeffizienz verbessert werden kann. Solche Ansätze bieten Potenzial, Nährstoffverluste zu reduzieren und die Ressourceneffizienz auf den Betrieben weiter zu steigern.

Untersucht wurden auch verschiedene Messinstrumente für den Praxiseinsatz. Das getestete Nahinfrarot-Spektrometer (NIRS) konnte die Erwartungen nicht erfüllen, da die Messwerte teilweise deutlich von den Laboranalysen abwichen. Das kostengünstige Gülle-Hydrometer hingegen lieferte bei der Bestimmung der Trockensubstanz der Gülle zufriedenstellende Resultate.

In der nächsten Projektphase werden auf den beteiligten Betrieben konkrete Massnahmen zur Reduktion von Stickstoff- und Phosphorverlusten identifiziert, überprüft und wenn sinnvoll umgesetzt. Der Luzerner Bäuerinnen- und Bauernverband (LBV) setzt sich dabei dafür ein, dass neben den ökologischen Zielen auch die betriebswirtschaftlichen Auswirkungen und Anforderungen der Landwirtschaft angemessen berücksichtigt werden.

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