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Hohe Erträge bei Gras- und Maissilage im 2025

Die Auswertung der Raufutter Enquête 2025 zeigt hohe Erträge bei den Grassilagen und insgesamt gute bis sehr gute Qualitäten. Trotz witterungsbedingter Herausforderungen konnten erfreuliche Futterwerte erzielt werden. Auch die Maissilagen erreichen erneut hohe Energiegehalte auf konstantem Niveau der Vorjahre.
15.01.2026

Grassilagen 2025

Hohe Erträge mit guter bis sehr guter Qualität

Der trockene und schoene Frühling bot sehr gute Bedingungen für das Silieren und ermöglichte hohe Erträge. Der heisse Juni mit zahlreichen Hitzetagen führte jedoch zu einem zweiten Schnitt von maximal mittlerer Qualität. Im nassen und sonnenarmen Juli wuchs das Gras wieder rasch nach. Der September war geprägt von unterdurchschnittlichen Temperaturen und überdurchschnittlichen Niederschlägen, was zu eher bescheidener Futterqualität auf Wiesen und Weiden führte. Auch im nassen Herbst stand viel Futter zur Verfügung, die Silierbedingungen waren jedoch teilweise schwierig, was sich negativ auf die Silagequalität auswirkte. Dank der insgesamt wüchsigen Bedingungen konnte dennoch viel Gras bis in den Spätherbst hinein siliert werden.

Die durchschnittlichen Futterwerte liegen mit 5.8 MJ NEL pro kg TS und 94 g APDN pro kg TS über dem Niveau des Vorjahres. Der Rohaschegehalt ist zwar tiefer als in den vergangenen Jahren, liegt jedoch weiterhin über dem gewünschten Zielwert von 100 g Rohasche pro kg TS. Dies deutet darauf hin, dass ausser beim ersten Schnitt vielfach unter nicht optimal abgetrockneten Bodenbedingungen geerntet werden musste. Erhöhte Rohaschegehalte begünstigen Fehlgärungen und wirken sich negativ auf die Silagequalität aus.

Zwischen den verschiedenen Futterbauregionen zeigen sich in diesem Jahr nur geringe Unterschiede. In höheren Lagen der Kantone St. Gallen und Graubünden gelang es, den Rohaschegehalt und damit die Futterverschmutzung unter 100 g pro kg TS zu halten. Die Regionen 7, 10 und 12 sind in der Enquête nur schwach vertreten, da dort maximal 21 Proben zur Verfügung standen.

Der durchschnittliche pH Wert liegt mit 4.8 im gewünschten Bereich. Die Analysen der pH Werte sowie der Milchsaeure und Essigsaeuregehalte zeigen jedoch eine grosse Streuung zwischen guten und mangelhaften Silagen. Im Mittel wurden Milchsäuregehalte im Zielbereich von 50 bis 100 g pro kg TS erreicht. Proben innerhalb dieses Bereichs weisen entsprechend höhere NEL Gehalte auf. Die Essigsaeuregehalte lagen nicht in allen Regionen unter dem angestrebten Grenzwert von 18 g pro kg TS. Die Mineralstoffgehalte bewegen sich im erwarteten Rahmen, variieren jedoch regional.

 

Maissilagen 2025

Stabile Energiegehalte auf hohem Niveau

Die Maissilagen wurden in drei Stärkegehaltsklassen eingeteilt, von 200 bis 300 g, von 301 bis 400 g sowie über 400 g Stärke pro kg TS. Maissilagen mit Stärkegehalten unter 300 g pro kg TS machten nur gut 2 Prozent der Proben aus. Ein höherer Stärkegehalt geht mit einem erhöhten Kolbenanteil einher, was sowohl den Energiegehalt steigert als auch den Rohfasergehalt senkt.

In den höheren Stärkegehaltsklassen liegt der Energiegehalt im angestrebten Zielbereich von über 6.5 MJ NEL pro kg TS und bewegt sich zwischen 6.6 und 6.8 MJ NEL pro kg TS. Über alle Proben und Stärkegehaltsklassen hinweg ergibt sich ein durchschnittlicher Energiegehalt von 6.7 MJ NEL pro kg TS. Damit entspricht das Niveau jenem der Jahre 2024 und 2023. Auch der APDE Gehalt ist mit durchschnittlich 66 g pro kg TS praktisch identisch zu den Vorjahren.

Insgesamt wurden 455 Maissilageproben ausgewertet, was der Anzahl analysierter Proben im Jahr 2024 entspricht.

 

Datengrundlage und weitere Informationen

Die Auswertung der Gras und Maissilagen 2025 basiert auf den analysierten Futterproben der UFA Laboratorien AG sowie von Eurofins.
Die vollständigen Resultate der Raufutter Enquête 2025 inklusive Dürrfutter, Gras und Maissilagen sind auf der Website von AGRIDEA abrufbar.

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