Mercosur-Abkommen und Tierseuchen: Landwirtschaft fordert klare Signale
Im Zentrum der Sitzung der Landwirtschaftskammer stand das geplante Freihandelsabkommen mit den Mercosur-Staaten. Aus Sicht der Landwirtschaft bringt es Konzessionen zulasten der einheimischen Produktion. Damit das Abkommen tragbar wird, braucht es zwingend wirksame Begleitmassnahmen, insbesondere zusätzliche Mittel für Strukturverbesserungen und die Absatzförderung. Zudem sei das Abkommen nicht vereinbar mit Sparmassnahmen auf Kosten der Landwirtschaft. Eine abschliessende Beurteilung will der Schweizer Bauernverband erst vornehmen, wenn konkrete Massnahmen vorliegen.
Grosse Sorgen bereiten auch die Märkte für Milch, Schweinefleisch und Wein. Der Verband setzt sich für rasche Entlastungsmassnahmen, eine bessere Importsteuerung und eine stärkere Positionierung einheimischer Produkte im Handel und in der Gastronomie ein.
Mit Blick auf die Lumpy Skin-Krankheit hat die Verhinderung einer Einschleppung in die Schweiz höchste Priorität. Das Verbot, Tiere im grenznahen Ausland zu sömmern, trifft betroffene Betriebe hart. Gefordert werden Solidarität, pragmatische Lösungen und finanzielle Unterstützung zur Abfederung der Mehrkosten.