Weniger Pflanzenschutz dank Spotspraying
Spotspraying gilt als vielversprechender Ansatz für einen präziseren Pflanzenschutz. Mithilfe von Kameratechnik werden Unkräuter erkannt und Pflanzenschutzmittel gezielt nur dort ausgebracht, wo sie tatsächlich benötigt werden. Dadurch können die eingesetzten Mengen deutlich reduziert sowie Risiken für Umwelt und Kulturpflanzen verringert werden.
Die Technologie stammt aus der Schweiz und wird bereits in zahlreichen Ländern eingesetzt. In der Praxis zeigen sich zusätzliche Vorteile: geringere Rückstandsrisiken, weniger Abdrift und eine präzisere Einhaltung von Umweltvorgaben.
Trotzdem wird das Potenzial in der Schweiz derzeit noch nicht vollständig ausgeschöpft. Im Beitrag des LID wird darauf hingewiesen, dass regulatorische Rahmenbedingungen und die eingeschränkte Verfügbarkeit von Wirkstoffen den breiteren Einsatz erschweren. Gleichzeitig zeigt das Beispiel, dass Innovationen einen Beitrag leisten können, Zielkonflikte zwischen Produktion und Umweltleistungen zu entschärfen.