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Nutztiere bleiben ein wichtiger Teil einer effizienten Ernährung

Nutztiere liefern nicht nur Fleisch, Eier oder Milch. Sie helfen auch dabei, Grasland, Reststoffe und Nebenprodukte aus der Lebensmittelproduktion sinnvoll zu verwerten. Gerade in der Schweiz mit ihrem hohen Anteil an Wiesen und Weiden bleibt die Tierhaltung deshalb ein wichtiger Bestandteil einer effizienten und standortgerechten Ernährung.
24.06.2026

Nutztiere nutzen Ressourcen, die der Mensch nicht direkt essen kann
Die Diskussion um die Zukunft der Ernährung wird oft auf die Frage reduziert, ob pflanzliche Lebensmittel tierische Produkte vollständig ersetzen sollen. Dabei geht ein zentraler Punkt häufig vergessen: Nutztiere verwerten Futter und Flächen, die für die direkte menschliche Ernährung nur eingeschränkt oder gar nicht nutzbar sind. Dazu gehören etwa Gras von Wiesen und Weiden oder Nebenprodukte aus der Lebensmittelherstellung.

Gerade für die Schweiz ist das relevant. Ein grosser Teil der landwirtschaftlichen Nutzfläche besteht aus Grasland. Diese Flächen lassen sich nicht einfach in Ackerland für Brotgetreide, Gemüse oder Hülsenfrüchte umwandeln. Wiederkäuer wie Rinder und Schafe machen diese Standorte jedoch nutzbar, indem sie daraus hochwertige Lebensmittel erzeugen.

Bedeutung für die Versorgung in der Schweiz
Die Schweizer Tierhaltung trägt zudem wesentlich zur Inlandversorgung bei. Der Selbstversorgungsgrad liegt bei Schweinefleisch bei 94 Prozent, bei Rindfleisch bei 87 Prozent, bei Eiern bei 64 Prozent, bei Geflügelfleisch bei 58 Prozent und bei Schaffleisch bei 52 Prozent. Diese Zahlen zeigen, dass tierische Lebensmittel nach wie vor ein wichtiger Pfeiler der Schweizer Lebensmittelversorgung sind.

Differenzierte Diskussion statt einfache Forderungen
Die Frage ist deshalb nicht nur, wie viele tierische Produkte konsumiert werden, sondern auch, welche Rolle Nutztiere in einem nachhaltigen Ernährungssystem spielen. Sie sind Teil landwirtschaftlicher Kreisläufe, verwerten für den Menschen nicht direkt nutzbare Ressourcen und tragen zur Versorgungssicherheit bei. Wer über die Zukunft der Ernährung spricht, sollte diese Zusammenhänge mitberücksichtigen.

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