Neues Virus bei Rindern nachgewiesen
Das Institut für Virologie und Immunologie (IVI) hat bei mehreren akut erkrankten Rindern in der Schweiz ein bislang unbekanntes Orthobunyavirus der Simbu Serogruppe nachgewiesen. Ähnliche Fälle wurden gleichzeitig auch in Deutschland und Frankreich beobachtet. Das Virus wird vermutlich durch Gnitzen (kleine Stechmücken) übertragen und ist mit dem Schmallenberg Virus verwandt.
Bei erwachsenen Rindern verläuft die Infektion meist mit Fieber, Durchfall und einem Rückgang der Milchleistung. Noch unklar ist, welche Auswirkungen das Virus auf trächtige Tiere hat. Aufgrund der Verwandtschaft zum Schmallenberg Virus schliessen die Fachleute Fehlgeburten, Totgeburten oder Missbildungen bei Kälbern jedoch nicht aus und untersuchen dies derzeit genauer.
Nach aktuellem Wissensstand besteht kein relevantes Risiko für den Menschen. Einen Impfstoff gibt es derzeit nicht. Da die übertragenden Gnitzen bis in den Herbst aktiv sind, rechnen die Fachleute mit einer weiteren Ausbreitung.
Informationsanlass zur Rindergesundheit
Tierseuchen und die Schweiz – wie ist die aktuelle Lage und wie kann ich meine Tiere davor schützen?
Online am Mittwoch, 5. August 2026 um 19:30 bis 21:30 Uhr
weitere Informationen und Anmeldung unter: RGS Rindergesundheit Schweiz