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Neues Virus bei Rindern nachgewiesen

In der Schweiz ist bei mehreren akut erkrankten Rindern ein bisher unbekanntes Orthobunyavirus aus der Simbu Serogruppe nachgewiesen worden. Für Menschen besteht nach heutigem Wissensstand kein relevantes Risiko. Tierhaltende sollten jedoch insbesondere trächtige Tiere aufmerksam beobachten und bei Verdachtsfällen frühzeitig die Bestandestierärztin oder den Bestandestierarzt kontaktieren.
05.08.2026

Das Institut für Virologie und Immunologie (IVI) hat bei mehreren akut erkrankten Rindern in der Schweiz ein bislang unbekanntes Orthobunyavirus der Simbu Serogruppe nachgewiesen. Ähnliche Fälle wurden gleichzeitig auch in Deutschland und Frankreich beobachtet. Das Virus wird vermutlich durch Gnitzen (kleine Stechmücken) übertragen und ist mit dem Schmallenberg Virus verwandt.

Bei erwachsenen Rindern verläuft die Infektion meist mit Fieber, Durchfall und einem Rückgang der Milchleistung. Noch unklar ist, welche Auswirkungen das Virus auf trächtige Tiere hat. Aufgrund der Verwandtschaft zum Schmallenberg Virus schliessen die Fachleute Fehlgeburten, Totgeburten oder Missbildungen bei Kälbern jedoch nicht aus und untersuchen dies derzeit genauer.

Nach aktuellem Wissensstand besteht kein relevantes Risiko für den Menschen. Einen Impfstoff gibt es derzeit nicht. Da die übertragenden Gnitzen bis in den Herbst aktiv sind, rechnen die Fachleute mit einer weiteren Ausbreitung.

IVI Medienmitteilung

 

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