Besonders frische und feuchte Hackschnitzel bergen bei der Lagerung Risiken. Feuchtigkeit und Sauerstoff führen zu Abbauprozessen, bei denen Wärme entsteht. Kann diese Wärme aufgrund grosser Lagermengen, Verdichtung oder ungenügender Belüftung nicht entweichen, steigt die Temperatur im Innern des Hackschnitzelhaufens an. Im schlimmsten Fall kann es zu einer Selbstentzündung kommen.
Neben der Selbsterwärmung können auch Funken, defekte elektrische Anlagen, überhitzte Maschinen oder ein Rückbrand aus dem Heizkessel einen Brand auslösen. In geschlossenen Schnitzelbunkern kommen weitere Gefahren wie Kohlenmonoxid und brennbare Staubablagerungen hinzu.
BUL und BFB empfehlen deshalb unter anderem, frische Hackschnitzel nicht direkt vom Häcksler in den Lagerbunker einzubringen, die Schütthöhe zu begrenzen, für eine gute Belüftung zu sorgen und den Lagerbestand regelmässig zu kontrollieren. Gärgeruch, Dampf, Rauch oder ungewöhnliche Erwärmungen sind ernst zu nehmende Warnzeichen.
Weitere Informationen, praktische Empfehlungen und Hinweise zum richtigen Vorgehen finden Sie im Fachartikel des BUL.
Brände bei Holzhackschnitzellagern: Risiken vorbeugen