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EP bei Schweinen: Jetzt Biosicherheit konsequent umsetzen

In mehreren Kantonen ist die Enzootische Pneumonie (EP) bei Schweinen aufgetreten. Schweinehaltende sind aufgerufen, die Biosicherheitsmassnahmen konsequent umzusetzen und damit eine weitere Ausbreitung zu verhindern.
17.09.2026

Der Veterinärdienst des Kantons Luzern wurde am 9. September 2026 über einen Ausbruch der Enzootischen Pneumonie (EP) in einem Schweinering informiert.  Der Erreger Mycoplasma hyopneumoniae wurde bei Schweinen mit verdächtigen Symptomen nachgewiesen. EP ist eine ansteckende Lungenkrankheit bei Schweinen und betrifft insbesondere Mast- und Absetzferkel. Typische Anzeichen sind unter anderem Husten und Fieber. Für Menschen ist die Krankheit ungefährlich.

Die Schweiz konnte ihre Schweinebestände dank einer flächendeckenden Sanierung und strengen Biosicherheitsmassnahmen zwischen 1996 und 2004 weitgehend von EP befreien. Umso wichtiger ist es jetzt, eine weitere Ausbreitung möglichst rasch zu verhindern.

 

Jetzt ist konsequente Biosicherheit gefragt

Der Erreger kann zwischen Betrieben verschleppt und auch über die Luft übertragen werden. Gerade in der aktuellen Situation sollten Schweinehaltende deshalb ihre  betrieblichen Abläufe überprüfen und die bekannten Biosicherheitsmassnahmen ohne Ausnahme einhalten.

 

Besonders wichtig sind:

  • Personenschleusen konsequent benutzen und den Zutritt zum Stall auf notwendige Personen beschränken.
  • Betriebs- bzw. stalleigene Kleidung und Stiefel verwenden und Kleiderwechsel konsequent durchführen.
  • Hände, Stiefel sowie notwendige Geräte und Materialien entsprechend den betrieblichen Vorgaben reinigen und desinfizieren.
  • Tierverkehr und Tierbewegungen vollständig und korrekt erfassen.
  • Kontakte zwischen Schweinen unterschiedlicher Herkunft möglichst vermeiden und bei Tierzukäufen besonders aufmerksam sein.
    Fahrzeuge, Transporte, Personen und gemeinsam genutzte Gerätschaften als mögliche Übertragungswege im Blick behalten.
  • Schweine genau beobachten und bei verdächtigen Symptomen wie Husten oder Fieber rasch reagieren.
  • Anordnungen des Veterinärdienstes konsequent befolgen.

 

Verdächtige Symptome ernst nehmen

Wer bei seinen Schweinen auffälligen Husten, Fieber oder andere verdächtige Symptome feststellt, sollte nicht zuwarten. Eine frühzeitige Abklärung hilft, mögliche Infektionen rasch zu erkennen und weitere Ansteckungen zu verhindern. Aktuell laufen in mehreren Kantonen umfangreiche epidemiologische Abklärungen, klinische Kontrollen, Probenahmen und Laboruntersuchungen. Betriebe des betroffenen Schweinerings wurden mit Einschränkungen beim Tierverkehr belegt. Die zuständigen Veterinärdienste und der Bund koordinieren die weiteren Bekämpfungsmassnahmen.

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