Menü

Enzootischen Pneumonie: Sanierung weit fortgeschritten

Die Bekämpfung der Enzootischen Pneumonie (EP) ist einen wichtigen Schritt weiter. Alle betroffenen Zuchtbetriebe im Kanton Luzern sind inzwischen geräumt. Besonders wichtig: Bisher gibt es keine Hinweise, dass sich die Krankheit auf Betriebe ausserhalb des betroffenen Schweinerings ausgebreitet hat. Die Biosicherheitsmassnahmen müssen dennoch konsequent weitergeführt werden.
06.10.2026
© LBV Datenbank: Symbolbilder Schweine © LBV Datenbank: Symbolbilder Schweine

In den vergangenen Wochen haben wir wiederholt über den Ausbruch der Enzootischen Pneumonie und die notwendigen Bekämpfungsmassnahmen informiert. Inzwischen ist die angeordnete Totalsanierung weit fortgeschritten.

Alle zehn betroffenen Zuchtbetriebe im Kanton Luzern wurden vollständig geräumt. Dabei mussten rund 4’500 Schweine geschlachtet oder getötet werden. Zusätzlich wurde ein Mastbetrieb des betroffenen Schweinerings mit rund 700 Tieren geräumt, nachdem dort EP nachgewiesen worden war. Schweizweit mussten bisher rund 10’500 Tiere geschlachtet oder getötet werden.

Keine Hinweise auf Ausbreitung ausserhalb des Schweinerings

Erfreulich ist, dass es bisher keine Hinweise auf infizierte Betriebe ausserhalb des betroffenen Schweinerings gibt. Um sicherzustellen, dass sich EP nicht weiter ausgebreitet hat, werden Betriebe in der Nachbarschaft gesperrter Betriebe weiterhin tierärztlich kontrolliert. Bei verdächtigen Symptomen werden Proben entnommen und auf EP untersucht.

Auch bei den Mastbetrieben des betroffenen Schweinerings wird die Situation individuell beurteilt. Dabei werden unter anderem Symptome, mögliche positive Nachweise sowie die Lage zu anderen Schweinebetrieben berücksichtigt.

Betriebssperren bleiben vorerst bestehen

Für die betroffenen Betriebe gelten die Sperren und Einschränkungen beim Tierverkehr vorerst weiter. Voraussetzung für eine Aufhebung sind die vollständige Reinigung und Desinfektion der Ställe sowie eine anschliessende Leerzeit von mindestens zehn Tagen. Danach erfolgt eine Überprüfung durch den Veterinärdienst.

Biosicherheit weiterhin konsequent umsetzen

Auch wenn die Sanierung voranschreitet, ist die Gefahr noch nicht gebannt. Für alle Schweinehaltenden bleibt deshalb entscheidend:

  • Tierbewegungen fristgerecht erfassen
  • Begleitdokumente vollständig ausfüllen
  • Einschränkungen beim Tierverkehr einhalten
  • Personenschleusen konsequent nutzen
  • Kleider und Schuhe wechseln
  • Hände und Stiefel desinfizieren
  • Schweine aufmerksam beobachten und verdächtige Symptome ernst nehmen

Die bisherigen Massnahmen zeigen Wirkung. Damit dies so bleibt und eine weitere Ausbreitung verhindert werden kann, braucht es weiterhin die konsequente Mitarbeit aller Schweinehaltenden.

Bisherige Informationen zur EP

Weitere Informationen zum bisherigen Verlauf und zu den Massnahmen finden Sie in unseren früheren Beiträgen:

EP bei Schweinen: Jetzt Biosicherheit konsequent umsetzen

Enzootische Pneumonie: Weitere Massnahmen notwendig

Weitere Neuigkeiten